Regelmäßige Saunabesuche stärken das Immunsystem, verbessern das Hautbild und sind Balsam für die Seele.
Pünktlich zum Herbstbeginn löst eine Kältefront die letzten warmen Ausläufer des Sommers ab. Damit Körper und Seele dem bevorstehenden Winter trotzen können, sollten Sie Ihr Immunsystem stärken und sich Ihre ganz persönliche kleine Wohlfühloase schaffen - zum Beispiel durch regelmäßige Saunabesuche. Die klassische Variante Die finnische ist die klassische Sauna. Typisch für sie ist die hohe Temperatur zwischen etwa 80 und 100 Grad Celsius und die geringe Luftfeuchtigkeit. Dieses heiß-trockene Klima kurbelt die Schweißverdunstung intensiv an. Gelegentliche Aufgüsse, oft angereichert mit ätherischen Ölen oder Kräutern, verstärken den Hitzereiz.
Durch unterschiedliche Etagen ist ein Saunagang in verschiedenen Temperaturzonen möglich - je höher man sitzt, je heißer ist es. Körper auf Hochtouren Während eines Saunagangs erhöht sich Körpertemperatur auf bis zu über 40 Grad Celsius. Durch die Hitze erweitern sich die Blutgefäße, was die Durchblutung im ganzen Körper fördert und die Pulsfrequenz erhöht. Das Herz wird besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
Gleichzeitig arbeiten unsere Schweißdrüsen auf Hochtouren. Der Körper gleicht den Flüssigkeitsverlust aus, indem er im Gewebe Wasser anreichert. Schlackenstoffe, die sich zwischen den Fettzellen anreichern, und Milchsäure aus den Muskeln werden ins Blut abgegeben und vermehrt über den Urin ausgeschieden. Das Einatmen der heißen Luft verbessert die Durchblutung der Schleimhäute und steigert deren Sekretabsonderung. In den Sekreten befinden sich Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger. Die Erhöhung der Körpertemperatur setzt darüber hinaus verschiedene chemische Reaktionen in die Gänge. Beobachtet wurde zum Beispiel eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen, eine erhöhte Aktivität von T-Lymphozyten und eine Intensivierung des immunologischen Gedächtnisses. Die anschließende Abkühlung verengt die Blutgefäße wieder. Wirksame Effekte Ein Saunagang pro Woche reicht schon aus, um folgende Effekte zu erzielen:
- Ankurbeln des Stoffwechsels
- Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
- Verbesserung des Hautbildes
- Ausschwemmen von Schlacken
- Bekämpfung von Erkältungs- und Grippeviren
- Genesungsförderung bei Atemwegserkrankungen
- Allgemeine Stärkung des Immunsystems
- Vorbeugung von Muskelkater
- Anregung der Hormonausschüttung
- Abhärtung gegenüber Wetter- und Temperaturschwankungen
Darüber hinaus wirkt sich ein Saunagang positiv auf die Psyche und das allgemeine Wohlbefinden aus. Ein bis zwei Stunden nach dem Schwitzen stellt sich eine angenehme, entspannende Müdigkeit ein. Damit ist Saunieren nicht nur eine Wohltat für den Körper, sondern auch für die Seele! |